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Kurz Notiert: Ideologiefreiheit

Ideologiefreiheit

Ich definiere jetzt Ideologiefreiheit einfach mal als Abwesenheit
von Ideologien.

Der Duden und die Wikipedia sind sich ziemlich einig was eine Ideologie ist.

Als wertfreier Begriff ist Ideologie „die allen politischen Bewegungen, Interessengruppen, Parteien, aber auch Konzepten immanente“ Summe der jeweiligen Zielvorstellungen (siehe Politische
Ideologie)
-aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

(Wegen dem Leistungsschutzrecht traue ich mich nur die Wikipedia
zu zitieren.)

Also das ist von Zielvorstellungen die Rede, also zum Beispiel so
etwas wie „alle Menschen sollen frei von Angst leben können“ ist
schon eine Ideologie. Jetzt sagt die eine oder andere Person
vielleicht: „Die Menschenrechte können ja dann auch als
Ideologie aufgefasst werden!“

Und dann sage ich: Ja, stimmt
genau. Und deshalb wehre ich mich Entschieden gegen die Forderung
nach einer Ideologiefreiheit. Ich weigere mich über Menschenrechte
zu verhandeln.

Und wenn ihr jetzt sagt, dass
Ideologiefreiheit etwas ganz anderes Bedeutet: Pech gehabt. Wenn ihr
verstanden werden wollt,müsst ihr euch dem Sprachkonsens nähern.

Muss man blockieren?

tldr: Warum muss man bestimmte Demo’s blockieren?  Bitte erklärt es mir.
Anlass: Piraten ziehen Unterstützung für Dortmunder Anti Nazi Bündnis zurück

Kommentar zum konkreten Vorfall: Beide Position sind für mich vertretbar, wäre halt gut wenn man hier ne SMV hätte um zu klären was den die Meinung der Mehrheit ist. So geht wieder das Zerfleischen los.

Zur konkreten Frage: Soll man Demonstration von Nazi’s und anderen Menschenverachtenden Gruppen blockieren?

Ich bin da nicht ganz festgelegt und würde gerne eure Gründe hören. In mehr als 140 Zeichen. Bitte erklärt es mir.

Warum ist es ne gute Idee? Warum sind andere Wege gegen Hass vorzugehen schlechter? Was denkt ihr ist mit einer erfolgreichen Blockade erreicht?

Ich habe große Zweifel daran, dass so eine Blockade das Problem dass ich sehe löst. Das Problem ist das Menschen Hass im Herzen tragen.

Ja diese Leute sollen den Hass nicht verbreiten.  Und sie sollen Merken, dass viele Menschen eine andere Meinung haben als sie. Aber erreicht man das mit einer Blockade am besten? Sollte man nicht viel eher die Demonstration unterwandern und versuchen mit den Menschen ins Gespräch zu kommen?

Wäre es nicht besser eine Begleitende Demo zu machen und Flyer für Exit den Nazi’s zukommen zu lassen? Diesen Menschen sagen: „Hass braucht kein Mensch, auch du nicht.“ „Du bist willkommen , dein Hass nicht“

Ich habe wenig Erfahrung als Antifaschist, in Sinne von Demogänger. Deshalb kann es durchaus sein, dass meine Vorstellungen total naiv sind und ich etwas übersehe. Meine Erfahrung als täglicher Antifaschist, wenn ein rassistischer Spruch fällt wenn „den Ausländern“ die Schuld gegeben wird wenn „es die faulen Griechen“ heißt: Dann habe ich von Mensch zu Mensch Angesicht zu Angesicht kontra gegeben.  Aber „Nazi’s weghassen“ wirkt doof auf mich.

Bitte erklärt es mir bitte liebe Menschen die eine Blockade gut finden. Gerne lese ich auch lang Texte oder nehme Verweise auf Texte entgegen die das erklären.

PS: Die Vorschläge die ich hier mache sind nicht 100% ernst gemeint sondern Denkanstöße und Gedanken die von anderen gehört habe.

 

 

 

Freiheit, Staat, Angst?

Dagegen!

Viele politische Gruppen, so auch die Piraten, lassen sich in eine reaktionäre Position drücken. Gegen ACTA, gegen TTIP, gegen Überwachung…

immer nur gegen,gegen,Gegen !

Aber das reicht nicht. Ich möchte Mitglied einer progressiven Partei sein, einer Partei die ruft Freiheit statt Angst!  Einer Partei die auf der Schockwelle reitet und diese lenkt – vielleicht sie sogar beherrschen lernt bevor sie alle überrollt.

Verantwortung

Im Studium habe ich gelernt, dass ein Wissensvorsprung auch immer Verantwortung mit sich bringt. Die forschenden dieser Welt müssen so gut es geht die Risiken und Nebenwirkungen ihres Tuns abschätzen und die Gesellschaft entsprechend informieren. So einen uneinholbaren Wissensvorsprung haben auch viele Menschen in der Piratenpartei. Meistens im Bereich EDV, Computer bzw. „Internet“. Ich kenne Menschen die sind Mitglied geworden weil ihre Firma an einem Datenverdichtungsprogramm arbeitet, dass ihrer Meinung nach sehr mächtig wird. Ich wusste damals noch nicht einmal was Datenverdichtung ist, aber sie haben die Schockwelle gesehen und wollen die Gesellschaft darauf vorbereiten. Kurz zur Erläuterung: Datenverdichtung bedeutet aus mehren Informationen sinnvoll zu kombinieren.
Anna hat am Montag Schokoladeneis gekauft. Anna hat am Dienstag Schokoladeneis gekauft.“ Ein Datenverdichtungsprogramm kann jetzt schließen: Anna mag Schokoladeneis. Anna kauft ca. einmal die Woche ein. Anna hat keine Allergie gegen Kakao oder Lactoseintoleranz

Verbote haben Angst – Freiheit macht Mut

Ganz schon gruselig nicht war? Am besten gleich verbieten!

Doch: Wird das Programm nicht in einer Firma entwickelt, wird es bald eine andere tun. Die Welle kommt, da hilft kein Dagegen! oder Verbieten.

Dürrenmatt hat es in Die Physiker schön gesagt: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ 3D Drucker werden auf absehbare Zeit Waffen ausdrucken, Computer kopieren Musik, Geheimdienste sammeln alles…

Meiner Meinung nach sollten wir Lösungen finden welche die Realität  verändern und sie nicht verleugnen.

Meine Wunschpiraten sollten lieber sagen wie sie den Wandel gestalten wollen. Was soll stattdessen passieren ?
Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wir waren die mit „Klarmachen zum Ändern “ Und das sollten wir wieder in den Vordergrund rücken.  Das fängt damit an das Ändern klar zu Machen.

Natürlich soll die Privatsphäre auch im Netz existieren, aber nicht durch die Gnade von Regierungen sondern weil wir ein besseres Netz bauen können!

Natürlich muss TTIP weg.  Aber nicht aus Angst vor dem „Chlor-Huhn“ sondern weil gerechter Handel anders besser geht.

Auf in den Sturm

Ich fand es traurig als ein Kandidat auf dem Bundesparteitag mit dem Aufruf „Auf in den Sturm!“ in seiner Kandidatur-Rede nur hochgezogene Augenbrauen bekam und dazu hämische Kommentare der Versammlungsleitung bezüglich der Lautstärke seines inbrünstigen Auftritts . Ich glaube genau dieses Feuer was dieser Pirat gezeigt hat ist es was uns nach vorne bringt. Der Mut zur Veränderung und der Glaube „das geht besser“. Das war es was die Menschen überzeugt. Der authentische und bescheidene Anspruch die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Diese Begeisterung war ansteckend, so sehr das auch in der Presse viel gutes zu lesen war, 20% der Menschen fanden die Piraten wählbar, und viele haben es auch getan. Ich sehe keinen Grund warum sie es nicht wider tun sollten.

Klarmachen zum Ändern!

Wie man wirklich auf PGP umsteigt

Wirklich PGP nutzen

Das Problem

Ich treffe oft Menschen auf Kryptopartys die sich zwar PGP eingerichtet haben,  es dann im Alltag aber doch nicht nutzen weil das Umfeld seine e-mails nicht verschlüsselt. Denn zum verschlüsseln gehören immer zwei.

Die Lösung

 

Hinweis:Die im folgenden Lösungen richten sich an Leute, die erstens bereits PGP eingerichtet haben und zweitens jetzt wirklich umsteigen wollen.Falls erstens noch nicht der Fall ist haben die Piraten BW eine gute Anleitung für dich.

Einstellungssache

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Es gibt immer Situationen in denen wir etwas von anderen wollen:  von unseren Kunden, Arbeitgebern oder irgendwelchen Firmen. Aber wenn jemand etwas von mir will entscheide ich wie und ob er es bekommt. Genauso wie ich keinen ungeschützten Sex mit Fremden habe akzeptiere ich keine ungeschützten Nachrichten.

Auf Klartext-Emails reagiere ich dann nur mit diesem Standardschreiben:

Betreff:  mail rejected - use encryption| Nachricht abgelehnt - Verschlüsselung verwenden

This address only accepts encrypted messages. Your message has not been read. Please use the PGP key 0x9E2CCDB9, or this contact form: https://encrypt.to/0x9E2CCDB9

Diese Adresse akzeptiert nur verschlüsselte Nachrichten. Ihre Nachricht wurde nicht gelesen. Bitte den PGP-Key 0x9E2CCDB9 verwenden, oder dieses Kontaktformular: https://encrypt.to/0x9E2CCDB9

Natürlich ist das gelogen, ich lese alles trotzdem, aber es bewirkt Wunder sein Recht auf Informationelle Selbstbestimmung ein zu fordern. Die Werbeagentur will etwas von mir? Entweder verschlüsselt oder per Post.

Erreichbar bleiben

Jetzt wollen wir uns natürlich nicht vollkommen von der Außenwelt abschotten, deshalb verwenden wir den tollen Dienst encrypt.to als verschlüsseltes Kontaktformular. Falls dein Key noch nicht im großen Aluhut-Telefonbuch (Keyserver) steht, kannst du dein PGP Programm verwenden oder hier deinen öffentlichen Key hochladen . Gib dem ganzen wenigstens 10 Minuten Zeit um sich zu aktualisieren. Und dann einfach encrypt.to/0xDeinekeyid verteilen.

Sicherheitshinweis: Das ist eine Übergangslösung , ein Kompromiss zulasten der Sicherheit zugunsten der Bequemlichkeit.

Mehr Details anzeigen(Achtung Nerdsprech)

Die drei wichtigsten Kontakte

Es gibt für die meisten Leute eine handvoll Menschen mit denen sie sich regelmäßig austauschen. Suche dir die drei wichtigsten aus und bekehre sie dazu PGP zu nutzen. Das sollte nicht weiter schwer sein, weil diese Menschen dir ja wichtig sind und das auf Gegenseitigkeit beruht (wünschte ich dir zumindest).

Nett Nachfragen

Jede größere Firma muss von Gesetzeswegen her eine(n) Datenschutzbeauftragte(n) haben.(Das stellt keine Rechtsberatung da, ich bin kein Anwalt.  Aber der Wikipedia-Artikel zu dem Thema ist bestimmt interessant für dich). In aller Regel weiß dieser Mensch sehr genau, dass man eigentlich für Kunden verschlüsselt erreichbar sein sollte. Leider werden Bemühungen die Richtung mit „zu teuer“ und „die Kunden fragen das nicht nach“ abgeschmettert. Und hier kommen wir ins Spiel: Frage doch mal nett nach! „Seit der letzten Veröffentlichungen in der Presse mache ich mir verstärkt sorgen um den Schutz meiner Daten, ich bin sehr gerne Kunde bei Ihnen und konnte leider keinen PGP Key von Ihnen finden. mit freundlichen Grüßen… “ Nicht bei der Pressestelle sondern direkt bei der beauftragten Person. Falls die nicht im Internet steht einfach nachfragen „Ich würde gern mit dem Datenschutzbeauftragten sprechen“ , bisher waren die MitarbeiterInnen sehr hilfsbereit und fangen an emsig umher zu telefonieren um herauszufinden wer das eigentlich ist. Bisher habe ich das genau einmal versucht, bei meiner Krankenkasse.

Der Verlauf war etwa so:

Von: **Nivatius**
Gesendet: Samstag, 8. Februar 2014 01:20
An: ********
Betreff: e-mail sicherheit

* PGP Signed by an unknown key

Sehr geehrter Herr ******,
ich bin ein sehr glücklicher Kunde der BKK Pfalz, Sie zeichnen sich durch ausgezeichneten Service aus.
Um so mehr bin ich darüber verwundert, dass Sie keinen PGP-Schlüssel oder ein SMime Zertifikat auf Ihrer Seite präsentieren. Habe ich diese Information nur übersehen? Mir ist der Schutz meiner personenbezogenen Daten ein Anliegen, deshalb bitte ich Sie mich hier eingehend zu informieren.

mit freundlichen Grüßen,
**Nivatius**

 

Gesendet: Am 19.02.2014 13:08, schrieb
An: **Nivatius**
Betreff: RE: e-mail sicherheit
Guten Tag Herr **Nivatius**,
es freut mich, Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihnen eine verschlüsselte E-Mail Kommunikation anbieten können.
Anbei erhalten Sie unseren öffentlichen PGP Schlüssel, mit der Bitte, uns Ihren öffentlichen Schlüssel zur Verfügung zu stellen.
Sobald wir diesen erhalten haben, richten wir die Verschlüsselung ein. Sie können damit alle Mitarbeiter der BKK Pfalz (Domäne)
verschlüsselt kontaktieren. 

Ich hoffe, Sie sind weiterhin mit dem Service unserer BKK zufrieden und bedanke mich nochmals für Ihren Hinweis.  

Freundliche Grüße aus der Pfalz
******
---------
Anhang: Dieser PGP Key

Spiel,Satz und Sieg.  🙂

Aufruf zum mitmachen: Strukturen für die Piraten

Der Stein des Anstosses

In diesem wundervollen Aufsatz „“The Tyranny of Structurelessness“ von Jo Freeman, den man hier auch auf Deutsch lesen kann, werden zentrale Probleme von „Strukturlosen Gruppen“ beschrieben.

Um es stark zu verkürzen:

Leute organisieren sich wenn sie zusammen etwas erreichen wollen. Wenn dieses Organisieren nicht formal gelöst ist, dann bilden sich informelle Strukturen.

Das Problem dabei ist, dass informellen Strukturen meist:

  • starke Hierarchie aufweisen
  • intransparent sind
  • nicht demokratisch legitimiert sind

Gedanken zu Strukturen vs. Hierarchien

Viele Menschen innerhalb der Piratenpartei setzten Struktur mit Hierarchie gleich. Und lehnen deshalb beides ab. Dabei sind demokratische und transparente Prozesse doch Strukturreich! Flache Hierarchien (Basisdemokratie) und flexible Entscheidungsprozesse (liquide Demokratie) benötigen extrem viel Struktur.

Ich stimme also in den Reigen derjenigen ein, die nach mehr und neuer Struktur rufen. Gefühlt ist das unter allen PiratInnen die mehr als zwei Tage lang verantworten übernommen haben Konsens. Worüber diese sich aber meines Wissens nach leider ausschweigen ist  wie genau sie sich das vorstellen.

Einfach mal Machen – der Plan

Das möchte ich besser machen. Falls du dabei mithelfen willst: Bitte melde dich.
Auch falls du jemanden kennst, der sich auch mit dem Thema auseinander setzt, bitte gib mir Bescheid.

Ich werde eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu dem Thema raushauen in nächster Zeit.

Meine geplante Roadmap sieht wie folgt aus:

  1. Team suchen (das hier): Wer hat bereits zum Thema Strukturen innerhalb der Piraten gearbeitet und mit welchen Ergebnissen? Mit wem kann ich zusammenarbeiten?
  2. Recherche intern: welche Prozesse und Strukturen gibt es innerhalb der Piratenpartei und wie gut funktionieren sie?
  3. Revision: Welche Aufgaben und Anforderung gibt es an Prozesse und Strukturen innerhalb der Piraten? Welche Aufgaben werden gelöst und wie? Welche Anforderungen gibt es?
  4. Recherche extern: Welche Prozesse und Strukturen gibt es in anderen Organisation, die ähnliche Aufgaben erfüllen? Wie funktionieren sie? Was können wir daraus lernen?
  5. Kreation: Welche Prozesse und Strukturen können verbessert werden? Wie könne  ungelöste oder schlecht gelöste Aufgaben und Anforderungen besser erfüllt werden?
  6. Revision #2: Wie können die Verbesserung konkret umgesetzt werden?
  7. Exekution: Piratenpartei verbessern, Welt retten.

Auf diesen Plan bin ich nicht festgefahren, er erscheint mir Gerade einfach sinnvoll.

Klarmachen zum Ändern!

kurz Notiert: zweierlei Maß

kurz Notiert: zweierlei Maß

Sport

Wenn „der Russe“ Sport macht ist das böser Militarismus
http://www.welt.de/politik/ausland/article126158455/Putin-fuehrt-Wehrertuechtigung-in-Russland-wieder-ein.html
vs.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesjugendspiele

Transparenz

Wenn „der Russe“ transparente Urnen nimmt ist das Manipulation
(ging ausreichend durch die Medien)

In Frankreich allerdings mit guten Grund üblich
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlurne

Und die OSZE erwähnt in ihrem Walbeobachter Handbuch (Seite 77)
alle möglichen Dinge auf die man achten soll, aber nicht, dass transparente Urnen etwas schlechtes sind Quelle: http://www.osce.org/odihr/elections/68439

Fazit

Natürlich habe ich eine Meinung dazu, aber wie immer: Denk selbst!

 

PS: http://www.youtube.com/watch?v=jJ2Fh_xGrKU

Cryptoparty am 22.03.

tl,dr:

Es war CryptoParty: Link zum VideoPDF Handout  + Prezi

Cryptoparty mit der Bunten Linken in Heidelberg

Gestern habe ich zusammen mit der Bunten Linken in Heidelberg eine Cryptoparty veranstaltet. Mein Part war lediglich die Anmeldungen entgegen zu nehmen und den Vortrag zu halten.

Arnulf Weiler-Lorentz hat einen kurzes Referat zur gesetzlichen Grundlage der Überwachung durch die NSA gehalten, bei dem sogar für mich neue Aspekte beleuchtet wurden (Folien in Kurzform)

Mein Vortrag konzentriere sich vor allem darauf Technische Zusammenhänge verständlich zu machen und dann im Praxis-Teil ganz konkrete Mittel und Wege zur digitalen Selbstverteidigung auf zu zeigen.  Wer den Vortrag verpasst hat wird das meiste über diese Videoaufzeichnung auf Youtube einer früheren Veranstaltung nachvollziehen können.
Die Präsentation selbst haben Cheatha und ich mit Prezi erstellt. Die Prezi Folien als PDF gibt es auch.

Das Handout als PDF  bzw. odt-Datei zum Bearbeiten habe ich hiermit nachgereicht

Manöverkritik

Beim Praxisteil sehe ich für mich noch Raum zur Verbesserung, da ich hier die nicht so Computer-Erfahrenen teilweise doch überfordert habe.

Die Programme, welche wir behandelten:

Es hat sich auch hier wieder gezeigt, das vor allem PGP beziehungsweise die freie Variante GPG nach wie vor viel zu kompliziert in der Einrichtung ist. Vor allem nach 3 Stunden Schulung geht hier nicht zu Unrecht einigen die Puste aus. Zusätzlich Publikum war weniger gut gemischt und ich hatte Vergessen mir Hilfen für den Praxisteil zu organisieren, welche sonst immer dafür gesorgt haben, dass niemand zurück fällt. Dennoch hatten alle Spaß an der Veranstaltung und werden wohl nochmal wieder kommen 🙂

Argumente gegen „Ich habe nichts zu verbergen“

Die Nonsens Aussage „Wer nichts zu Verbergen hat hat auch nichts zu Befürchten“ und ähnliche bekommen wir oft zu hören, wenn wir versuchen anderen zum Aktiven Widerstand gegen Überwachung, zum Beispiel durch Verschlüsselung, zu bewegen.

Ungeübten kann es schwer Fallen dagegen zu halten. Dies ist mein Versuch eine Gegenargumentation darzustellen:

Ein Video sagt mehr als Tausend Worte

Falls du in Konkreten Fall Zugang zum Internet hast, zeige der Person doch zuerst dieses zehn-minütige Video auf Youtube.

Link zum Video "Überwachungsstaat - Was ist das?" auf Youtube
Quelle: youtube-video von Manniac

Mit guten Beispielen macht Manniac klar, dass es auch viele unschuldige Opfer von Überwachung gibt. Habe damit schon eine sehr skeptische Schulklasse überzeugen können. 

Von „Ich habe nichts zu verbergen“ zu „Ich will Verschlüsselung lernen“ in fünf Minuten

Einleitung

Die eigene Meinung ist auch immer ein bisschen Selbstbild. Niemand gibt gerne seine Meinung auf und gesteht ein, dass die Überzeugung falsch war. Deshalb trenne ich gerne zwischen

  1. „Ich habe nichts zu verbergen“ und
  2. „Ich muss nicht verschlüsseln“.

Die erste Überzeugung muss der Gesprächspartner gar nicht aufgeben, nur die Schlussfolgerung (2).

 

Schritt 1. Zustimmen

A: „Ich habe nichts zu verbergen“

Du: Das glaube ich dir gerne, du bist ja auch ein guter Mensch.

Schritt 2 . Es geht um Kommunikation

Du: Zu Kommunikation gehören immer zwei. Ich verschlüssele nicht für mich, sondern für die Menschen, die mir wichtig sind. Damit die Leute die Privatsphäre brauchen nicht auffallen.

Schritt 3. Es gibt legitime Gründe für Privatsphäre

Beispiele:

  • Eine gute Freundin ist schwer erkrankt. Sie möchte auf gar keinen Fall, dass das irgendjemand mitbekommt. Schon gar nicht möchte sie, dass andere genau wissen, was sie hat, weil ihr das unangenehm ist, oder weil sie zum Beispiel berufliche Konsequenzen befürchtet. Damit wir trotzdem darüber frei reden können, obwohl wir uns nicht oft sehen, benutzen wir verschlüsselte E-Mails und Chats
  • Es gibt Familien, in denen sich alle einen Computer teilen. Da wäre es ja toll, wenn die eigenen E-Mails vor Papas neugierigen Blicken geschützt sind.

Du kennst bestimmt auch Leute, die aus gutem Grunde Geheimnisse haben wie zum Beispiel Anwälte und Ärzte. Oder Verwaltungen, die mit Kundendaten umgehen. Wäre es nicht gut, wenn dein Anwalt auf sicherem Wege mit dir reden könnte?

Schritt 4. Es geht darum seine Meinung ändern zu dürfen.

Jeder macht mal Fehler. Wenn meine alten Irrtümer mich für immer verfolgen würden, dann würde ich mich gar nicht mehr trauen meine Meinung zu sagen. Sonst werde ich ja für immer darauf fest genagelt.

Weitere Quellen

 

Eine ältere Version dieses Textes findet sich auch im Piratenwiki